Von Autismus und Hüftarthrose

Gehirn in Schädel
Unser Gehirn - Bild aus Wikimedia

In den letzten Tagen habe ich mit Menschen mit Bandscheibenvorfällen, Arthrosen, Autismus und mit Kindern mit Schädigungen des Gehirnes und Lernschwierigkeiten gearbeitet.

Ihr werdet euch vielleicht fragen,  was so verschiedene Krankheitsbilder miteinander zu tun haben.

Die Antwort darauf ist: Alle haben mit Bewegung zu tun. Und wer steuert diese Bewegung? Das Gehirn. 

 

Von Daniel Lerch-Holz

In was für einer Stellung eine Hüfte belastet wird bestimmt, welche Kräfte im Gelenk wirken. Das Gehirn bestimmt, in welche Position die Muskeln das Gelenk bringen und halten und wie es im Gesamtkontext des Körpers bewegt wird. Dasselbe gilt für Wirbelgelenke und damit für Bandscheiben und andere damit verbundene Strukturen. Also ist Bewegung mit dem Ziel, Informationen über den Körper zu sammeln, damit Lernprozesse stattfinden können, hier der Schlüssel.

 

Autisten fällt es oft schwer, die Emotionen anderer richtig einzuschätzen. Sie können ihre eigenen Emotionen nicht richtig ausdrücken. Weil sie sich über ihren eigenen emotionalen Ausdruck nicht im Klaren sind,  können sie andere nicht einschätzen. Das Gehirn organisiert innere Bewegungen wie die Emotionen und deren äußeren körperlichen Ausdruck. Den Körper in der NSB-Sitzung in Bewegung zu erfahren hilft diesen Menschen, sich klarer über ihren eigenen Ausdruck zu werden. Das kann große Auswirkungen auf das soziale Verhalten haben.

Kindern mit Lernschwierigkeiten können meist nicht richtig aufrecht und entspannt sitzen. Sie haben keine Idee, wie sie ihre Knochen positionieren müssen, damit sie ihr Gewicht tragen. Folglich sind die Gehirne dieser Kinder laufend damit beschäftigt, sie gegen die Schwerkraft aufrecht zu halten. Konzentration auf anderes fällt dann schwer. Durch die in einer NeuroScanBalance erfahrene Bewegung bekommen ihre Gehirne die Möglichkeit, das Skelett anders zu organisieren. So, dass es Kräfte besser aufnehmen und übertragen kann. Gehirn und Bewegungsapparat werden dadurch entlastet, die Konzentrationsfähigkeit nimmt zu. 

 

 

Kinder mit Leseschwierigkeiten haben oft Probleme mit der Koordination der Augen. Wir können uns vorstellen, einen Text zu lesen und unsere Augen springen dabei hin und her und auf und ab, können der Zeile nicht folgen. Das muss anstrengend sein, oder? Natürlich wehrt sich ein solches Kind gegen Leseübungen. Geben wir seinem Gehirn die Möglichkeit, mehr Kontrolle über die Augenbewegungen zu erlangen, ist ein großer Schritt für das Lesen getan. Oft machen solche Kinder schnell und freudvolle Fortschritte.

 

Wie wir also sehen können, ist ein richtiges Verständnis der Lernfähigkeiten des Gehirnes der Generalschlüssel.

 

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